20. Oktober 2018

Klettern: Rauher Knöll - Schafjöchl Überschreitung

Anfahrt: Gramai, 6213, Österreich
Ausgangspunkt: Gramai Alm (1259m)
Ziel: Rauher Knöll (2277m)



Route: Gramai Alm (1259m) - Lunstsattel - Ostflanke - Rauher Knöll - Grat - Schneiderscharscharte - Schafjöchl (2157m) - Lamsenjochhütte - Gramai Alm

GPS:



Tourdaten:
Zeit:

-Gesamt = 7h
-Aufstieg = 2h 40m
Höhe: 1120Hm
Entfernung: 12,5km

Bemerkungen: Karwendel , Brüchig III

Begleiter: Gustl

Tourbeschreibung: Unser Ziel ist der höchste Gipfel der Rauher Knöll-Verzweigung im südlichen Karwendel. Er macht seinem Namen alle Ehre und ist in der Tat ein rauhes Ziel. Der AV- Führer beschreibt ihn mit: "von keiner Seite leicht", was wir nachträglich bestätigen können. Unser Vorhaben war der Aufstieg über die Ostflanke und weiter über den Westgrat in die Schneiderschar Scharte. Von dort Aufstieg auf das Schafjöchl und Abstieg über die Lamsenjoch Hütte zurück zum Ausgangspunkt.
Wir starten von der Gramai Alm über den Weg zum Lunstsattel.
Der Weg zum Lunstsattel
Das Ziel ist in Sicht
Die Sonne taucht am Sattel auf
Die Ostflanke des Rauhen Knölls
Vom Lunstsattel geht es nun weglos weiter. Richtung Osten dem Grat entlang durch enge Latschengassen bis wir die Schotter Riesen unter der Ostflanke überqueren.
Zu Beginn etwas Latschenkampf
Anfangs über Grashänge und brüchige Schotter Stufen bergauf der logischen Linie folgend.
Ab hier empfiehlt sich ein Helm
Weiter über brüchige Rinnen und Bänder
Stufig weiter Richtung Felsaufschwünge
Querung nach links wenn es steiler wird
Rückblick zum Laschenrücken am Lunstsattel
Sobald das Gelände steiler wurde hielten wir uns links, etwas unterhalb der markanten Höhle.
Gleich erreichen wir das markante Querband
Das Ziel ist ein gut erkennbaren Felsband das quer nach rechts ansteigt. Diesem folgen wir bis wir wieder auf offeneres Gelände treffen. Immer wieder wird abwechselnd aufgestiegen und gequert. Der Gelände ist äußerst brüchig und jeder Schritt muss mit Bedacht gesetzt sein.
Hier einige Klettereien bis wir das Band verlassen
Wieder im Gehgelände
Rückblick nach Unten
Hier weiter nach oben und Querung nach Rechts
Am Übergang nach Rechts
Tiefblick: Lunstkopf und Rappenspitz
Ziemlich im oberen Teil gibt es zwei Scharten durch die man schlüpfen kann. Die obere endet direkt am Gipfelkreuz.
Durchschlupf nach Oben
Paralell zum Ostgrat geht es nach Oben
Die letzten Meter vor dem Gipfel
Der Gipfel bietet einen wunderbaren Blick auf den umliegenden Gebirgsstock.
Gipfelfoto
Blick zur Lamsenspitze
Hinten der Hochnissel
Gramai Hochleger und Sonnjoch
Panorama über die Lamsenspitze
Der weitere Gratverlauf
Sonnjoch Schaufelspitze und Falzthurnjoch
Rückblick über die Gipfelscharte und Einstieg
Der Gipfel wird nur ca. 10x pro Jahr besucht. Das Gipfelbuch stammt noch von 1979.
Das Gipfelbuch von 1979
Gipfelfoto
Das Gipfelkreuz
Wir dachten, dass die Haupt Schwierigkeiten der Tour die Wegfindung durch die Ostflanke ist. Aber falsch gedacht, das Abteuer beginnt mit der Gratüberschreitung. Zu Beginn folgen wir dem flachen Grat bis zur Einsattelung am Gratturm.
Weiter über den Grat
Der Name macht sich alle Ehre
Am Grat entlang
Lamsenspitze
Sonnjoch
Rauher Knöll
Rückblick über den Grat
Es geht hinunter in die Scharte vor dem Gratturm
Am nächsten Foto sieht man bereits den Kamin der zum Gratturm führt. Am Sattel unser einziger Verhauer. Leider waren wir zuerst nicht sicher wo es weiter geht. Also versuchten wir über die Nordseite den Turm zu umgehen. Hier war kein sinnvoller weiterweg ersichtlich, also zurück zum Sattel. Der Grat lässt sich gut über den brüchigen Kamin im III. Grat erreichen. Von dort über loses Geröll stufig zum höchsten Punkt.
Hier sieht man die Schlüsselstelle: Aufstieg über den Kamin zum Gratturm
Felsenfenster
Am höchsten Punkt folgten wir einer Schotter Rinne weiter nach unten. Wir kletterten abwechselnd weil sich Steinschlag nicht vermeiden ließ. Nach einer Latsche querten wir über ein Band orthografisch rechts und stiegen über ein Felsenfenster auf die Nordseite.
Am Gratturm, hier folgt eine brüchige Rinne
Im unteren Ende der Rinne
Über das Felsenfenster steigen wir aus der Rinne
Ab hier über splittrige Felsbänder im zickzack tiefer bis wir das Kar erreichen das bis zur Schneiderschar führt.
Queren über brüchige Bänder
Kein Stein bleibt auf dem anderen
Ende der Schwierigkeiten
Rückblick aus der Schneiderschar
Der Unübersichtliche West Aufschwung
In der Schneiderschar sind die gröbsten Schwierigkeiten überwunden. Ab hier geht es wieder in relativ festen Fels hinauf zum Schafjöchl. Würde es als III- bewerten, aber mit Genuß.
Genußvoll geht es aufwärts zum Schafjöchl
Wesentlich festerer Fels
Rückblick zum Knöll
Das Schafjöchl bieten einen schönen Grat der teils grasig und felsdurchsetzt ist. Der Normal Gipfel ist mit einem Steinmann markiert. Ab hier sind wir auch wieder auf einem markierten Steig und sind bald bei der Lamsenjoch Hütte.
Rast am Gipfelgrat
Weiter zum Gipfel des Schafjöchls
Ein Stoanmandl markiert den Gipfel
Tiefblick zur Lamsen
Schattenspiel
Die Lamsenspitze in voller Pracht
An der Lamsen Hütte
Vom Lamsenjoch geht es über den Normalweg zurück zum Ausgangspunkt bei der Gramai Alm.
Die Gramai Alm Ist wieder in Sicht
Ab jetzt geht es nur mehr bergab zum Ausgangspunkt
Eine spannende Abenteuer Tour bei der wahrscheinlich jede Begehung anders aussieht. Die einzige Markierung am Gratturm ist jetzt meine Blutspur, als mir ein Griff ausbrach :-D . Aber nachträglich ein tolles Erlebnis. Sollte mich der Rauhe Knöll nochmals sehen dann über die West-Ost-Flanken.

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